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ver.di fordert 6 Prozent für Beschäftigte bei Banken PDF 33 KB
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Unser Mitglied in der Tarifkommission

Verhandlungen für Bankbeschäftigte werden aufgenommen
– ver.di fordert 6 Prozent

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geht am Donnerstag, dem 1. März, mit einer Forderung von 6 Prozent in die erste Runde der Tarifverhandlungen für rund 220.000 Beschäftigte im privaten und öffentlichen Bankgewerbe. Auftakt der Verhandlungen ist in Berlin.

Neben der Erhöhung der Entgelte fordert ver.di außerdem eine verbindliche Umsetzung von Maßnahmen zum Gesundheits- und Belastungsschutz, Schutzregelungen für Beraterinnen und Berater, Vereinbarungen zur Ausbildung und Übernahme sowie eine Verlängerung des Vorruhestandstarifvertrages. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

„Bankbeschäftigte dürfen nicht länger abgekoppelt werden, sie müssen endlich wieder eine spürbare Gehaltserhöhung bekommen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Beate Mensch heute in Berlin. Die Beschäftigten bei Banken hätten lohnmäßig lange genug zurückgesteckt. Jetzt sei der Zeitpunkt für eine Entgelterhöhung gekommen, mit der den Beschäftigten und ihrer Arbeit Respekt und Wertschätzung gezollt werde.

Ziel der Tarifverhandlungen sei zudem, die Arbeitsbedingungen unter dem Aspekt einer kundenorientierten Beratung zu verbessern und den krank machenden Verkaufsdruck im Betrieb sowie den Leistungsdruck in den Betriebsbereichen zu stoppen.

Das Anlegerschutzgesetz beinhaltet gesetzliche Vorschriften, die die Beraterinnen und Beraterin in ihrer beruflichen Tätigkeit bedrohen. Der Vertrieb werde nicht durch Berater, sondern durch die Vorgaben des Managements gesteuert. Deshalb fordere ver.di eine Verpflichtung der 30 Arbeitgeber, die Beschäftigten bestmöglich vor berufs- und arbeitsrechtlichen Risiken zu schützen, so die Gewerkschafterin weiter. Besonders wichtig sei auch, Perspektiven für junge Leute zu schaffen. „Junge Menschen brauchen vernünftige berufliche Chancen mit Ausbildung und anschließender Übernahme ohne Befristung“, forderte die ver.di-Verhandlungsführerin. „Junge Leute brauchen wie alle anderen Beschäftigten sichere und attraktive Arbeitsplätze - schließlich sind sie es, die die Zukunft der Branche gestalten.“

i.A. Heidemarie Naumann

ver.di Bundesverwaltung

Fachbereich Finanzdienstleistungen

Bundesfachgruppe Bankgewerbe